Italienische Pasta – Überblick und richtige Zubereitung

by ML-Redaktion

Pasta ist ein wichtiger und allseits beliebter Bestandteil der Mittelmeerküche und eine kleine Koch-Welt in sich. In Italien gibt es eine unübersehbare Vielzahl an Nudelvarianten, deren Namen sich auch noch regional unterscheiden. Ein Überblick über diese Vielfalt fällt schwer. Außerdem, welche Pasta Sorte eignet sich wofür? Auch über die richtige Zubereitung kursieren viele Irrtümer im Web. Hier finden Sie einen kompakten Überblick über die wichtigsten Nudelsorten und wie man sie zubereitet. So wird das nächste Pasta-Gericht ein voller Erfolg.

Die Pasta – der einfache Überblick

Grundsätzlich kann man das italienische Pasta-Universum in acht Hauptgrppen und unterteilen

  1. Kleinste Nudeln
  2. Kleine kurze Nudeln
  3. Spaghetti
  4. Macheroni
  5. Penne, Pacheri, Rigatoni
  6. Gnocchi
  7. Bandnudeln
  8. Gefüllte Nudeln

Jede dieser Gruppen eignet sich jeweils für spezielle Zubereitungsarten. Nachfolgend stellen wir die jeweils wichtigsten Varianten aus jeder Grupper vor.


Die kleinsten Nudeln

Die wesentlichen Vertreter dieser Gruppe sind Annelini (Ringelchen) , Stelline (Sternchen), Semi (Samenkörner) und Rotellini (Rädchen). Sie eignen sich vor allem für einfache kläre Brühen, denn in deftigen Saucen wurden sie schlicht untergehen.

Kleine Pasta-Varianten

Etwas größer als die vorhergehende Gruppe sind Tubetti (Schläuchchen), Tubettini (kleine Schläuchchen) , Conchiglie (Muscheln). Diese Pasta-Varianten eignen sich sehr gut in Verbindung mit Saucen, die mit den Vertiefungen und Holhlräumen eine geschmacksfördernde Verbindung eingehen.

Pasta. Conchiglie mit Bärlauch und Kräutern.lauch und
Conchglie – Muschelnudeln mit Bärlauch und Kräutern. Pasta lässt sich auf unendlich viele Weise zubereiten und würzen. Foto: Bernadette Wurzinger /Pixabay

Spaghetti - die wohl bekannteste Pasta-Sorte.

Spaghetti

Spaghetti, Spaghettini (dünne Spaghetti), Capelli d’angelo (Engelshaare), Vermicelli (lange Fadennudeln, „Würmchen“) und Bucatini (etwas dickere Spaghetti mit Loch, „die kleinen gelochten“) sind die wesentlichen Vertreter dieser Pasta-Gruppe. Sie sind grundsätzlich für alle gängigen Tomaten- und Gemüse-Saucen und auch für die beliebte Bolognese- Sauce geeignet. Ausnahme die Capelli d’angelo und die Spaghettini, weil sie so dünn sind sie nur für sehr einfache Butter- und Käse Rezepte geeignet.


Pasta. Rigatoni mit Tomatensoße, Käse und Erbsen

Makkaroni

Die wichtigsten Varianten aus dieser Gruppe sind Rigatoni (große, gerillte, Rohrnudeln), Penne (kurze, rautenförmige Rohrnudeln, zu deutsch „Federn“), Paccheri (sehr große gerillte, Rohrnudeln), Zite (große Makkaroni mit Loch) und Canelloni (längere Rohrnudeln). Die Canelloni sind insbesondere dafür gedacht mit einer vegetarischen oder auch mit einer fleischlichen Füllung (ähnlich wie bei einer Lasagne) versehen zu werden. Alle Makkaroni- Varianten eignen sich auf Grund ihres dickeren Teigs und Ihrer Form sehr gut für deftige, reichhaltige Saucen und Ragouts, ebenso sind sie hervorragend für Aufläufe geeignet.


Gnocchi - Pasta-Spezialität

Gnocchi

Diese Sorten aus dem kulinarischen Universum Pasta gibt es in zwei Ausprägungen. Zum einen schlicht aus Mehl und Wasser, also die klassische Variante zum anderen auf Basis von Kartoffeln. Sie sind sehr einfach zum selber machen, aber es gibt sie auch in guter Qualität fertig, als Frischware zu kaufen. Für die Zubereitung und Eignung entsprechen gilt das gleiche wie für die Makkaroni.
Hier haben wir ein leckeres Gnocchi Rezept für Sie.


Tagliatelle - die Mittelmeerküche lässt grüßen

Bandnudeln

Was wäre die Pasta ohne die Bandnudeln. Die wichtigsten sind Tagliatelle ( beite Bandnudeln) Fettucine (etwas schmäler als Tagliatelle), Trenette (lange, schmale Bandnudeln), Linguine (dünne Bandnudeln, im Grunde breite, platte Spaghetti, zu deutsch „Züngelchen“) und nicht zuletzt Lasagne (sehr breite, flache Bandnudeln). Lasagne ist tatsächlich der Name der Nudel und nicht des auch in Deutschland so beliebten Gerichts. Lasagne sind wie Makkaroni für Aufläufe aller Art gedacht, die Hackfleischvariante ist nur eine davon. Alle anderen Vertreter dieser Gruppe sind hervorragend für für würzige, deftige Saucen mit Tomaten-, Gemüse- oder auch Käsesaucen geeignet.


Tortellini eine besonders beliebte Pasta.

Gefüllte Pasta

Der Geschmack dieser Pasta-Varianten kommt aus der Füllung. Diese kann sowohl aus Fleisch, Gemüse oder auch Käse und Quark bestehen. Die wesentlichen Varianten sind Ravioli (rechteckige gefüllte Teigtäschchen), Tortellini (ringförmige, gefüllte Teigtäschchen), und Tortelloni (große Tortellini). Diese Nudeln eignen sich auf Grund Ihrer Füllung sehr gut als Einlage für eine Fleisch- oder Gemüsebrühe, aber auch für einfache würzige Käse- und Buttersaucen mit Kräutern wie zum Beispiel Butter und Salbei.


Inspiriation: Drei leckere Pasta-Gerichte aus unseren mediterranen Rezepten

In unserer Rubrik Rezepte finden Sie viele interessante und einfache Gerichte aus der mediterranen Küche. Sehen Sie sich um und lassen Sie sich inspirieren.

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Wie Sie Pasta richtig zubereiten

Im Internet findet man viele schlicht falsche Anleitungen zu Pasta-Zubereitung. Hier erfahren Sie wie man Pasta richtig kocht. Letzten Endes brauchen Sie nur einen Topf, Wasser, Salz und Olivenöl. Jedoch sind dabei ein paar Feinheiten zu beachten.

  1. Wassermenge:
    Verwenden Sie pro 100 Gramm Nudeln 1 Liter Wasser. Gehen Sie dabei mediterran entspannt vor, und stressen _Sie sich nicht. Wenn Sie das Verhältnis in etwa erereicht haben passt es.
  2. Das Wasser muss sprudelnd kochen bevor sie die Nudeln hineingeben und sollte leicht gesalzen sein. Für ca. 500 Gramm Nudeln empfiehlt sich ca. 10-15 Gramm Salz.
  3. Bevor Sie die Nudeln in das kochende Salzwasser geben, fügen sie ein paar Esslöffel Olivenöl dazu, damit vermeiden Sie dass die Pasta aneinander klebt.
  4. Die Kochzeiten auf den Packungen sind zumeist richtig, jedoch sind es Mittelwerte. Je nach dem ob Sie an der Küste oder in Berg-Nähe, in einer eher trockenen oder feuchten Gegend wohnen kann die reale Kochzeit etwas schwanken. Daher empfiehlt es sich zwischendurch die Pasta zu verkosten. Pasta sollte „al dente“, das heißt bissfest kredenzt werden. Zu weiche oder gar zerkochte Pasta schmeckt einfach nicht so gut.
  5. Hier zeigt sich auch die Qualität der Pasta-Sorte an sich. Gute Pasta bleibt in Ihrer Gänze immer gleichmäßig fest. Minderwertige Qualitäten können außen zerfallen während sie innen noch roh sind.
  6. Lassen Sie die Nudeln in einem Sieb gut abtropfen in dem Sie sie ein wenig hin und her schütteln. Wasserreste können den Geschmack der Sauce ungünstig verwässern. Bitte schrecken Sie die garen Nudeln keinesfalls mit kaltem Wasser ab. dies schadet der Festigkeit der Nudeln und dem Geschmack. Tatsächlich kochen die Nudeln auch nach dem Abtropfen innerlich noch ein wenig nach.
  7. Die abgetropften Nudeln werden sodann in einer Schüssel mit der Sauce oder dem Ragout vermischt. Das sollte zügig erfolgen damit das Gericht nicht auskühlt.
  8. Trinken Sie zu Pasta-Gerichten möglichst kein Wasser, denn Wasser lässt die Nudeln im Magen aufquellen, das kann den Essengenuss mindern. Gönnen sie sich stattdessen ein Gläschen passenden Wein und genießen Sie Ihr Werk.
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