by ML-Redaktion

Unsere Gründungsgeschichte

Der lange Weg zum Mittelmeer. Wie der Traum eines kleinen Mädchens Wirklichkeit wurde und die Idee für dieses Online-Magazin entstand.

Unsere Gründungs-geschichte

Der lange Weg zum Mittelmeer. Wie der Traum eines kleinen Mädchens Wirklichkeit wurde und die Idee für dieses Online-Magazin entstand.

Meerlady Magazin mediterranes Lebensgefuehl Gruendungsgeschichte 2

Das Leben schreibt manchmal Geschichten, die ein wenig an ein Märchen erinnern, aber wahr sind.​

Es war einmal ein weitläufiger Park, der bis zum Horizont reichte, darin stand ein großes, prachtvolles Schloss mit über tausend wunderschönen Sälen. Immer wieder erzählt der Opa seiner Enkelin wunderschöne Geschichten aus einem fernen, südlichen Land.

Eines Tages steht die nun erwachsene Frau vor Caserta, dem größten absolutistischen Herrschersitz Europas, und weiß: Opa hat beim Geschichtenerzählen nicht geflunkert.

Das Mädchen wuchs zu einer Zeit in Leipzig auf, als Deutschland noch durch eine Mauer geteilt war. Sie sah Ihren Großvater, mit dem sie eine innige Beziehung verband, nahezu täglich. Die beiden waren ein Herz und eine Seele.

Der Opa war ein kluger, freundlicher und lebensfroher Mann. Seine Geschichten handelten von seinen Erlebnissen am Mittelmeer und seiner unerfüllten Sehnsucht nach dem Süden.

In den späten 1940er Jahren arbeitete der handwerklich geschickte Opa mehrere Jahre im Hafen von Neapel, wo er unter amerikanischer Führung altes Kriegsgerät entsorgte.

Täglich arbeitete er Hand in Hand mit seinen italienischen Kollegen. Für seine Tatkraft und seine Tüchtigkeit wurde er von allen geschätzt, noch viel mehr für seine aufgeschlossene, fröhliche und hilfsbereite Art. Aus Kollegen wurden so schnell Freunde.

Meerladys Opa lernte relativ gut italienisch, und sogar ein wenig den lokalen Dialekt. Schnell erfasste er die Kultur und Mentalität dieser Menschen. Er war fasziniert von ihrer fröhlichen, herzlichen und temperamentvollen Art und bewunderte ihre Lebensfreude – trotz widriger Lebensumstände und Armut. Von ihnen lernte er, mit schwierigen Situationen umzugehen und zumeist gute und originelle Lösungen zu finden.

Das Meer, die Sonne, die Landschaft, das Essen, die Musik zogen ihn unwiderstehlich in seinen Bann. Schnell hatte er sich eingelebt und wollte am liebsten für immer dortbleiben.

Doch das Leben hatte ein anderes Drehbuch für den Großvater des kleinen Mädchens bereit: Schweren Herzens musste er zurück nach Leipzig, fest entschlossen, baldmöglichst in seine geliebte Wahlheimat zurückzukehren.

Dieser Wunsch sollte nie in Erfüllung gehen, die Mauer versperrte ihm für immer den Weg nach Süditalien. Die Sehnsucht nach dem Mittelmeer, der Leichtigkeit des Südens und seinen italienischen Freunden blieb stets in seinem Herzen lebendig.

Dieses Lebensgefühl gab er in seinen schönen, lustigen und bunt erzählten Geschichten an seine Enkelin weiter. So wuchs seine Enkelin von klein auf mit dem Mittelmeer auf, ohne jemals dort gewesen zu sein. Alles was sie vom farbenfrohen Mittelmeer wusste, hatte sie von ihrem Opa gelernt. Im Schulatlas war die Landkarte Italiens grau und nur die Hauptstadt Rom eingezeichnet.

Dann geschah das Traurige, der geliebte Opa starb. Das kleine Mädchen vermisste ihn sehr.

Opas Sehnsucht nach dem Mittelmeer lebte in der Enkelin weiter. Eines Tages wollte sie nicht nur Neapel, sondern das ganze Mittelmeer bereisen, die Menschen und die all die schönen Länder und Orte kennenlernen. Doch die Mauer hinderte auch sie an der Verwirklichung ihrer Träume.

Die Jahre vergingen, aus dem kleinen Mädchen wurde eine junge Frau. Ihr Traum vom Süden, Opas geistiges Erbe, blieb stets lebendig.

1989 fiel endlich die Mauer. Der Weg war frei – aber nur scheinbar. Die beruflich und wirtschaftlich schwere Zeiten und familiäre Verpflichtungen erwiesen sich wiederum als unüberwindliche Hürde, eine andere Art von Mauer.

 

 
 

AN IHREM TRAUM HÄLT DIE JUNGE FRAU FEST UND SAGT SICH OFT: EINES TAGES FAHRE ICH DORTHIN.

Sie lebte inzwischen allein in München, der nördlichsten Stadt Italiens und bereiste zunächst Norditalien. In den Süden traute sie sich noch nicht. Zudem stellte Sie fest, dass die Meinungen und die Erzählungen anderer teilweise von denen ihres Großvaters abwichen. Auch hörte sie viel Negatives über den Süden im Allgemeinen. Manchmal zweifelte sie an den Beschreibungen ihres Opas. 

Wieder vergehen Jahre, erneut ändern sich die Lebensumstände der jungen Frau.

Dann hilft ihr das Leben auf unerwartete Weise. Eines Tages lernt sie ihren Traummann kennen, geboren in der Nähe von Neapel, jenem süditalienischen Landstrich, von dem ihr Opa immer geschwärmt hat.

Zusammen mit ihrem „Lieblingsitaliener“ bereist sie nun  – wann immer möglich – den mediterranen Raum.

Schnell lernt sie, dass das Bild des Südens in Deutschland mitunter durch fehlende Informationen und Vorurteile verzerrt ist. Tatsächlich ist diese geschichtsträchtige Region eine schöne, bunte Welt – genau wie in Opas Geschichten.

Durch ihren Mann, seine Familie und viele mediterrane Freunde lernt sie, wie man sich den Süden nach Hause holen und im manchmal kalten, sonnenarmen Deutschland jeden Tag ein bisschen Leichtigkeit genießen kann.

Heute genießt die nun erwachsene Frau fast täglich den Nutzen der südlichen Lebensweise: die gesunde Ernährung, aber auch die Entspannung und die Eleganz. Dafür ist sie sehr dankbar.

Aus dieser Dankbarkeit und dem Wunsch, die Vorzüge der wahren mediterranen Lebensweise mit anderen zu teilen, entsteht die Idee, ein Online-Magazin für Frauen zu gestalten. Ein Lifestyle-Magazin, dass das mediterrane Lebensgefühl vermittelt und dessen Titel an das Mittelmeer erinnert. „Meerlady“ geht an den Start. 

Wage es zu träumen. Glaube an deine Träume, dann wirst du Wege finden, sie Wirklichkeit werden zu lassen.​

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